Top oder Flop? – Ich teste das 120er Marker-Set von Ohuhu

Ich teste Ohuhu-Marker

12.08.2021 | von Chabi |

Heute habe ich etwas ganz Besonderes für euch.

Zu meinem Geburtstag (im März *hust*) bekam ich von meinem Partner das 120er-Marker-Set von Ohuhu* geschenkt. Der pure Wahnsinn!!!!

In diesem Artikel zeige ich dir meine Erfahrungen mit diesen bis dato unbekannten Material. Ich erstelle eine Farbübersicht, zeichne erste Bilder und gebe dir wertvolle Tipps.

Bist du dabei etwas Neues zu entdecken?

*Werbung, da Markennennung – unbezahlt

1. Die dicke Box

Was für ein Koloss!

Die Stifte wurden in einer tollen Tasche mit Reißverschluss geliefert. Das innere ist in vier Fächer unterteilt. Ziemlich praktisch beim Sortieren! Zudem befindet sich am unteren Rand ein „verstecktes“ Fach. Dort findest du eine durchsichtige Folie, welche du unter ein Blatt Papier legen kannst (zwecks Durchbluten), allgemeine Informationen zur Marke sowie zwei leere Farbtabellen.

Tasche der Ohuhu-Marker

Als ich die Stifte das erste Mal sah, dachte ich:

„Wow, einfach nur bunt!“

Wunderschön, aber wenig praktisch, wenn ich schnell eine bestimmte Farbe suche. Der Spaß fing an…

Kennst du das Gefühl, wenn du mit einer Sache anfängst und einfach nicht mehr aufhören kannst? So erging es mir beim Sortieren. Ein pures hin und her. Das Ende war zwar nicht perfekt, aber für einen guten Überblick bin ich damit absolut happy. :)

Allgemeine Informationen zu den Ohuhu-Markern:

  • Jene basieren auf einer Alkoholbasis, weswegen sie schnell trocknend sind.
  • Es gibt zwei Enden: eine breite sowie eine sehr feine Spitze.
  • Noch scheint es keine Nachfüllpackungen zu geben.
  • Zusätzlich findet ihr in der Box einen Verblender
Breite Spitze der Ohuhu-Marker

2. Wozu eine Farbübersicht erstellen?

Wenn du ein neues Produkt erhältst, kann ich dir eine selbstgemachte Farbübersicht nur ans Herz legen. Dies sind die Vorteile:

  1. Schneller Überblick sämtlicher Farben – Gerade wenn du einen bestimmten Farbton für dein Bild suchst, findest du diesen wesentlich schneller. Dank der Nummerierung ist zudem die Suche im Beutel leichter.
  2. Erstes Gefühl für die Stifte – Das Material ist neu und noch besteht meist ein anfängliches Zögern. Wie fange ich an? Eine simple Farbübersicht nimmt Druck und gibt einen einen ersten Eindruck von den Stiften. Wie liegen diese in der Hand (Antwort -> ungewohnt dicke Stifte, aber soweit okay)? Wie gut ist der Auftrag (Antwort-> sehr gut; bei falschem Papier geht viel Farbe verloren)?
  3. Neben der allgemeinen Farbübersicht erkenne ich schnell, dass ich unfassbar viele leuchtende und gesättigte Farben habe. Zarte Töne sind relativ wenig vorhanden. Bei Bedarf können diese nachgekauft werden.
Farbübersicht der 120 Stifte

3. Das erste Motiv

Das erste Motiv waren simple, groß gemalte Buchstaben. Ich schrieb das Wort „Ohuhu“ in mein Skizzenbuch (ebenfalls von der Marke). Ziel war es, mit langen Strichen die Stifte, den Auftrag sowie später das Verblenden zu testen.

Was mir aufgefallen ist:

Beim Ziehen eines langen Striches bilden sich schnell Streifen. Diese werden weniger, wenn ich:

  • mehrere Farbschichten übereinander lege (die selbe oder eine andere Farbe)
  • wenn der Farbauftrag noch frisch ist. Je zügiger ich male, umso leichter kann ich die Streifen minimieren.

Beim Verblenden ist es gleich: Je frischer der Farbauftrag, umso leichter lassen sich die Farben vermischen. Aber Achtung! Es gibt eine kleine knifflige Tatsache.

Zum Beispiel lässt sich ein helles Blau nur schwer mit einem sehr dunklen Blau verblenden. Was du hier benötigst sind „Zwischenfarben“ (z.B. ein mittleres Blau).

Schau also, dass die Farbabstufungen beim Verblenden nicht zu groß sind. Je näher die Farben beieinander liegen, umso weicher wirken die Übergänge.

Hinweis zum Material:

Damit du mit Markern mehr Spaß haben kannst, solltest du unbedingt Markerpapier nutzen. Normales Papier saugt die Farbe auf, was einen unschönen Verlauf erzeugt. Zudem verlieren die Farben ihre Leuchtkraft und bluten durch. Selbst beim Markerpapier würde ich eine Folie darunter legen.

Der Versuch, die Farben miteinander zu verblenden

4. Was du unbedingt tun solltest

Nutze Tutorials! Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Es erspart dir so viel Zeit und du bekommst schneller ein Gefühl dafür, wie du ein Bild mit diesem Material aufbauen kannst.

Nach meinen ersten Buchstaben schaute ich mir Tutorials auf YouTube sowie Skillshare an. Gerade bei Skillshare fand ich geniale Anleitungen, wie z. B. diese Baumwollblüten.

Die verwendeten Farben waren minimiert auf 3 Braun- und 3 Grautöne. Simpel und überschaubar. Es entstand keine Überforderung mit zu vielen Farben. Hierdurch war es leichter das Verblenden zu üben und am Ende ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Baumwollblüte mit Finelinern

Die nächsten beiden Bilder waren dagegen ziemlich anspruchsvoll. Der Cheesecake sowie die Donuts brachten mich schnell an meine Grenzen. Es war der Wahnsinn zu sehen, wie viele Farbschichten übereinander aufgetragen werden sollten. Am Ende wurde mit einem Gelstift und weißen Pastellstiften Akzente gesetzt. Ich bin mir sehr sicher, dass ich ohne Anleitung nicht so weit gekommen wäre.

Fertiges Bild eines Cheesecakes mit Ohuhu-Marker
Fertige Donuts mit den Ohuhu-Marker

Hinweis zu Skillshare:

Dies ist eine tolle Plattform, wo ich eine menge Tutorials zu sämtlichen Themen finden könnt. Über diesen Link kannst du Skillshare einen Monat kostenfrei testen. :) Alle drei Tutorials verlinke ich euch, falls ihr diese ebenfalls gerne ausprobieren möchtet:

4. Fazit – Top oder Flop?

Ich überlegte lange, ob ich diesem Material eine Chance geben wollte. Mich erinnerte der Gebrauch lange an meine früheren, vergeblichen Versuchen mit Filzstiften etwas Schönes zu malen. Nun bin ich mega happy, dass ich es einfach ausprobiert habe.

Was mir zudem sehr gut gefiel war die Tatsache, dass ich mit Bunt- und Pastellstiften drüber malen konnte. Gerade für gewisse Akzente, Highlights oder um Patzer beim Verblenden zu korrigieren, war dies ideal.

Alles im Allen: Diese Ohuhu-Marker sind auf jeden Fall ihr Geld wert. Zudem sind sie wesentlich günstiger als die professionellen Copic-Marker.

Ich hoffe, dass mein Test euch inspirieren konnte, dies ebenfalls einmal auszuprobieren. Diesen Test findet ihr sogar auf meinem YouTube-Kanal. Schaut dort gerne vorbei: „Ich teste das 120er Ohuhu-Marker-Set“

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr bereits Erfahrungen mit Markern sammeln können und wenn ja, mit welcher Marke? Was für Motive zeichnet ihr damit?

Schreibt es in die Kommentare!

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.