9 tägliche Gewohnheiten erfolgreicher Künstler*innen – Bist du bereit?

06.04.2021 | von Chabi |

1440 Minuten. 24 Stunden am Tag.

Wir alle haben die selbe Zeit zur Verfügung. Wie wir diese gestalten und welche Prioritäten wir setzen, ist zum Großteil unsere Entscheidung.

Damit ist Zeit eine der wichtigsten Ressourcen in unserer schnelllebigen Gesellschaft. Wie nutzt du sie?

Eine neue Fähigkeit zu erlernen ist eine mega erfüllende Möglichkeit. In meinem Artikel „12 Gründe für Kunst“ habe ich dir gezeigt, warum sich gerade Kunst als Zeitinvestition lohnt.

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter!

Mit diesen 9 Gewohnheiten schaffst du es Schritt-für-Schritt zu mehr Professionalität und Erfolg!

Die Zeit ist reif!

1. Richte dich innerlich auf

Manche von uns verspüren den Wunsch, in der Kunst oder im Designbereich, wie eine Rakete durchzustarten. Je nachdem, wie du Erfolg und Professionalität definierst, wird dieser Weg unterschiedlich steinig und lang sein. Aber….jeder kann ihn gehen, wenn er/sie es möchte.

Ich gehe diesen Weg seit Januar 2018. Der Fernblick wird langsam klarer, jedoch legt noch ein gigantischer Berggipfel vor mir.

Das führt uns gleich zur ersten, täglichen Gewohnheit, welche dir auf deinem Weg ein wichtiger Gehstock sein wird: Der Wunsch individuell, authentisch und damit erfolgreich sein zu wollen. Die Motivation, dein Ding daraus zu machen und einen eigenen Stil zu entwickeln, sind wesentliche Stützen. Glaub mir, dieser Fixstern am Himmel ist sooooooo wichtig, gerade wenn du gefühlt den Berg rückwärts herunter kullerst.

2. Von anderen stehlen, mit Erlaubnis

Inspiration ist Diebstahl. Wir lernen voneinander, täglich!

„The only art I´ll ever study is stuff that I can steal from.“ – David Bowie

Wir werden nicht geboren und haben sofort einen unverwechselbaren, künstlerischen Stil.

Künstler, Musiker und andere kreative Personen orientieren sich an den Werken ihrer Idole und ahmen diese seid Jahrhunderten nach.

Beim Diebstahl gibt es jedoch einige wichtige Regeln:

  1. Stehle nicht nur von einer einzigen Person/Quelle. Damit währst du „nur“ eine Kopie und würdest ein Plagiat erstellen.
  2. Wenn du noch lernst und ein Bild dennoch 1:1 kopieren möchtest, erwähne den Künstler in deiner Quellenangabe.
  3. Wenn du stiehlst, mache es besser als das Original!
  4. Kombiniere verschiedene Stile miteinander.

Idole sind wichtig als Wegweiser für den eigenen Stil. Wenn du mehrere Künstler heraussuchst, die dir gefallen und diese Stile kombinierst, was würde dann entstehen?

Genau, dein Stil!

Meine liebsten Künstler und Inspirationsquellen sind: Kirsty Patridge (sie nutzt viele verschiedene Materialien & ist gerade für Anfänger mega hilfreich), Gabriela von doodle_traffic (super tolle Sketches) & Kerby Rosanes (Illustrationen, welche nicht von dieser Welt sind).

Viele Informationen für diesen Artikel sind von Andrew Price gemopst. Seine Aussagen verfeinere ich mit den Meinungen anderer Künstler sowie meinen Erfahrungen.

Tipp: Schaue täglich oder regelmäßig nach Inspiration von deinen Idolen/ anderen Künstlern. Speichere die gefundenen Werke in einen Ordner, auf dem du zugreifst, wenn dir die Inspiration fehlt. Beschrifte die Dateien ordentlich, falls du später die Quelle zum Bild benötigst.

Auf Pinterest legte ich mir für diese Zwecke einen geheimen Ordner an.

3. Schaffe Volumen, statt Perfektion

Picasso erschuf 12000 Zeichnungen, 2800 Keramiken, 12000 Skulpturen und 800 Gemälde.

Georg R. R. Martin (Autor der erfolgreichen Buchreihe „Games of Thrones“) schreibt seit seinem X. Lebensjahr. Ähnlich verhält es sich mit Stephen King. Es hat viele Schreibstunden gekostet, bevor sein Roman „Carry“ erfolgreich wurde.

Sämtliche Künstler haben eine Menge Praxiserfahrung gesammelt, bevor der Durchbruch kam.

Mache es dir zum Ziel, täglich den Stift oder Pinsel in die Hand zu nehmen und etwas zu entwerfen, selbst wenn es zunächst „nur“ Umrisse sind. Die Zeitinvestition liegt in diesem Fall bei ein paar Sekunden/Minuten. Damit schaffst du am Ende mehr, als wenn du diese Zeit vor dem Handy verbracht hättest. Je mehr Zeit du in deinen Traum investierst, umso reicher wird die Ernte sein.

Dies ist erneut die Frage, wie du deine Priorität setzt und was jeder von uns wirklich will!

Doch Vorsicht! Neben deinem Schweinehund könnte dich eine perfektionistische Ader bei diesem Vorhaben radikal ausbremsen. Glaub mir, dass hat mich massiv blockiert!

Art is never finished, it’s abandoned“! Andrew Price

Wie tief solltest du in dein Bild eintauchen und es immer weiter verfeinern? Ich könnte stundenlang an einem Bild sitzen, bis alles stimmt. Perfektionismus erschafft mitunter tolle Werke, jedoch raubt es eine Menge Zeit, gerade wenn du noch einiges Lernen möchtest. Laut Andrew Price benötigt der Perfektionismus mitunter 40% der gesamten Bildentstehung!!!

Zeit, welche du besonders zu Beginn in die Basics stecken könntest, wie Proportionen oder der Einsatz von Licht und Schatten.

4. Umgang mit Materialien

Es war einmal ein Pinsel. Dieser wurde energisch in die Ölfarben getunkt und voller Enthusiasmus zur Leinwand geführt. Immer wieder!

Am Ende des Tages wurde dieser Pinsel nur halbherzig von der Farbe abgewischt. Die restliche Ölfarbe schmiegte sich dafür umso enger an die Pinselborsten und flüsterte: „Mich bekommst du nie wieder los!“

In dieser kurzen Geschichte über die Pinsel und ihre Leiden steckt viel Wahrheit! Viele meiner Pinsel traf dieses Schicksal. Leider!

Je nachdem welche Materialien du nutzt, solltest du diese am Ende des Tages säubern und gut verstauen. Es kostet dich hinterher sonst unnötig Geld und Zeit.

Wenn du nicht bereit bist, wie ich, bestimmte Reinigungsarbeiten durchzuführen, solltest du besser das Material wechseln.

5. Lerne bewusst und kontinuierlich

„Die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit.“ – Felix Brocker

Setze dir Ziele! Was genau möchtest du in der Kunst erreichen? Wenn du dir darüber im Klaren bist, kannst du leichter deinen Fokus setzen und deinen Wunschberg besteigen.

Hinweis: Möchtest du etwas wirklich gut meistern, brauchst du ca. 10000 Stunden reine Praxis. Die Betonung liegt hier auf „gute“ Praxis!

Es kann in diesen Praxisstunden passieren, dass du von Zeit zu Zeit wenig Fortschritte bemerkst. Bewusstest Lernen macht häufig Sprünge, zum Beispiel durch ein Online-Tutorial oder weil du einen Malkurs besuchst hast. Gerade wenn du in bestimmten Bereichen Defizite bemerkst, kannst du dich durch gezieltes Üben fokussiert verbessern.

6. Abstand nehmen

Nicht nur in Zeiten von Corona lohnt es sich zwischendurch Abstand zu nehmen.

Ab einem bestimmten Punkt hilft es dir eine neue Perspektive einzunehmen. Drehe oder spiegel das Bild zwischendurch. Es lohnt sich zudem, ein paar Schritte vom Bild weg zugehen und aus der Distanz dein Werk zu betrachten.

Wenn du merkst, dass du mit dem Bild nicht weiterkommst, lohnt sich ein Tag Pause. Mit frischen Augen erkennst du oftmals Unstimmigkeiten besser.

Klingt widersprüchlich zum fünften Punkt? Nicht ganz!

Finde das richtige Maß von „Fokus halten“ und dem „sinnvollen Abstand nehmen“. Lerne, wann sich dein innerer Schweinehund meldet, dein Perfektionist und wann du wirklich eine Pause benötigst.

Keine Sorge! Das kommt mit der Zeit und mit genügend Selbstreflexion.

Selbst wenn sich der Schweinehund meldet, du ihn erkennst und dich bewusst für den Spielspaß am PC entscheidest, ist es okay. Besser so, als wenn du sagst: „Ich werde doch eh nie besser.“

„Prioritäten setzen hat etwas mit Selbsterkenntnis und Verantwortung zu tun.“ Gloreiches Zitat von Chabi :D

7. Feedback einholen

In der Psychologie heißt es „das Ich wächst am Du.“

Und seien wir ehrlich.

Wir erschaffen häufig Bilder, damit andere sie sehen und toll finden. Dafür posten wir sie auf Social Media und freuen uns über jedes Herz.

Wenn es nur für uns wäre, dann bräuchten wir es nicht öffentlich zu posten.

In konstruktiven Rückmeldungen steckt eine enorme Kraft:

  • schenkt Inspiration
  • hilft aus Sackgassen weiter
  • lässt die eigenen Fähigkeiten wachsen

Hinweis: Poste so oft es geht auf einer Social-Media-Plattform deiner Wahl oder finde eine andere Möglichkeit, Rückmeldungen einzuholen (z. B. durch einen Stammtisch, die liebe Familie oder eine Freundin/ein Freund, welche(r) die Meinung geradeaus sagt). Wenn du viel zeichnest, kannst du häufig etwas präsentieren (siehe Punkt 2). Jedes Bild bietet die Möglichkeit das Feedback umzusetzen.

8. Voraussetzungen schaffen

Wenn du dir täglich deine Zeit nimmst (Punkt 2) und wirklich etwas lernen möchtest (Punkt 5), dann schaffe dir den Raum dafür. Ablenkung lauert überall! In Gestalt deines Handys, deines Kühlschrankes oder noch schlimmer: lustigen Katzenvideos.

Schnell ist die Aufmerksamkeit weg von dem, was du vorhattest. Deshalb richte dich vorher gut ein:

  • Hast du genug getrunken?
  • Warst du vorher Pipi?
  • Wissen deine Mitbewohner, dass du für eine gewisse Zeit Ruhe brauchst?
  • Ist das Handy aus?

Diese Hinweise gelten vor allem dann, wenn du heim bist. Falls du unterwegs bist und die Zeit zum Üben nutzt, kannst du natürlich nicht alle Störquellen ausschalten.

9. Erschaffe, was du liebst

Der letzte Punkt, um eines Tages erfolgreich sein zu können, ist simpel und wichtig zugleich. Was auch immer du tust, solltest du von Herzen lieben können. Das hilft dir einmal, dass du die Motivation behältst und zum anderen bereichert dies deine Werke um ein Vielfaches. Letztlich steckt ein Teil von dir selbst in deinen Bildern. :) Es ist damit auch eine schöne Ausdrucksform mit einem Stückchen Selbstliebe.

Schlafende Maus und ihr Teddy

Anmerkung

Diese Punkte umzusetzen und als Gewohnheit werden zu lassen, braucht Zeit. :) Vermutlich klingen all jene Punkte zusammen, wie eine zu üppige Mahlzeit. Es lohnt sich einmal in Ruhe zu schauen, welche Punkte du leicht umsetzen könntest und bei welchen du Schwierigkeiten verspürst.

Mein schwierigster Punkt ist weiterhin meine perfektionistische Ader gut. Gleichzeitig fällt es mir nicht schwer, gelegentlich Abstand zu nehmen und gezielt an meinen Problemfeldern zu arbeiten.

über all die Jahre habe ich für mich gelernt, dass jene eine Reise vermutlich noch sehr lange dauert und viel Zeit beansprucht. Bislang ist mein Erfolg primär für mich zu spüren. Ich glaube aber ebenfalls daran, dass sich eines Tages mein eigener Stil mehr und mehr zeigen wird und sich damit auch meine Sichtbarkeit in der Außenwelt erhöht.

Die Zeit gebe ich mir! Gönn sie dir auch! :)

Welche Punkte sprechen dich besonders an? Schreib es in die Kommentare!

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